Solidarität nach Oldenburg und an Freunde und Familie! Heute vor einem Jahr wurde Lorenz im Alter von nur 21 Jahren von den Bullen ermordet. Öffentlich reproduzierten Medien und Staat wiedermal das Bild eines angreifenden Schwarzen Mannes, statt die 4 tötenden Schüsse als das einzuordnen, was sie sind: strukturelle rassistische Polizeigewalt!
Lorenz war kein Einzelfall! – Von Trauer zu Wut zu Widerstand!
Heute gedenken wir Oury Jalloh, der am 07.01.2005 von der Polizei ermordet wurde.
Jalloh befand sich in Dessau in Polizeigewahrsam und fiel dort den Misshandlungen der Polizei zum Opfer, die ihn in einer Zelle verbrannten. 21 Jahre später sind die Beweise eindeutig. Trotz zahlreichen Gutachten und Aussagen weigert sich die deutsche Justiz den Mord an Oury Jalloh endlich aufzuklären. Die anwesenden Polizisten decken bis heute gegenseitig und behaupten Jalloh hätte Suizid begangen Aktuell blicken wir auf zahlreiche weitere „Einzelfälle“ rechter Staatsgewalt. All diese zeigen uns: der Staat hat kein Interesse daran rassistische Gewalt aufzuklären oder gar zu bekämpfen. Ganz im Gegenteil: die rechte Politik der Regierungsparteien befeuert eine rassistische Spaltung. Gleichzeitig beobachten wir eine immer weiter wachsende Aufrüstung, sowohl von Bundeswehr als auch Polizei.
Im Gedenken an Oury Jalloh und alle anderen Opfer rechter Gewalt kämpfen wir für eine Welt ohne rassistische Spaltung ! Oury Jalloh das war Mord – Widerstand an jedem Ort!
Heute vor 40 Jahren wurde Ramazan Avci von Neonazis so schwer verletzt, dass er drei Tage später, am 24.12.1985 verstarb. Wir erinnern Ihm und allen Opfern rassistischer Gewalt. Kommt in diesem Sinne zu unserem Kneipenabend am 16.01. ins Magda Thürey Zentrum, um einen Vortrag aus einer jungen Widerstandsbewegung zur Ermordung von Ramazan Avci zu hören.
Am 23. November 1992 verübten zwei Neonazis Brandanschläge auf zwei von türkischstämmigen Familien bewohnte Häuser in Mölln. Gegen 00:30 Uhr warfen die Täter zwei Molotowcocktails in das Haus der Ratzeburger-Straße 13. Eine halbe Stunde später warfen sie erneut einen Molotowcocktail, diesmal in das Haus in der Mühlenstraße 9.
Anreise nach Mölln: So: 23.11. / 14:00 Uhr DB-Reisezentrum
Am 23. November 1992 verübten Neonazis einen rassistisch motivierten Brandanschlag auf zwei von türkischstämmigen Familien bewohnte Häuser in Mölln. Dabei wurden Ayşe Yılmaz, Yeliz Arslan und Bahide Arslan getötet, sowie neuen weitere Bewohnerinnen schwer verletzt. Dieser Anschlag ist der erste, seit der deutschen Wiedervereinigung, bei dem Menschen ermordet wurden und stellt somit einen vorläufigen Höhepunkt rechter Gewalt in den 1990er Jahren da.
Diesen Samstag hat die islamfeindliche und rassistische Gruppierung PAX Europa in der Hamburger Innenstadt eine Kundgebung zur „Aufklärung über den politischen Islam“ angekündigt, auf der sie offen gegen Muslim:innen und Menschen, die nicht in ihre rassistische Vorstellung der Gesellschaft passen hetzen werden.
Am 29.10 haben wir einen Infotisch auf dem Winterhuder-Marktplatz veranstaltet. Anlass war ein Infostand der CDU, der dort zeitgleich stattgefunden hat.
Unsere Anwesenheit löste am Stand der CDU sichtbare Verunsicherung aus – nachdem sie einige Minuten ihren Stand neben unserem hatten, entschlossen sie sich kurzerhand den Ort ihren Standes aus unserer Sichtweite quer über den Platz zu verlegen. Durch eine spontane Flyeraktion vor ihrem Stand ist es uns gelungen viele Passant:innen zu erreichen. Auf einen Kaffee sind wir an unserem eigenen Infostand mit unseren Mitbürger:innen ins Gespräch gekommen.
Trauer über den Tod von Emal F., der am 17. April 2025 in Polizeigewahrsam in Hamburg Billstedt durch rassistische Polizeigewalt ums Leben kam. Er war Pflegefachkraft und in seiner Nachbarschaft ein geschätzter Mensch. Er hinterlässt Kinder, Eltern, Geschwister und Freunde, die sich für Aufklärung und Gerechtigkeit einsetzen. Gestern Abend waren wir deshalb Seite an Seite mit den Angehörigen und ca. 200 Menschen in Billstedt auf der Straße, um Emal zu gedenken.