
Am 23. November 2025 jährten sich die rassistischen Brandanschläge auf die Wohnhäuser von zwei türkischen Familien in Mölln zum 33. Mal.
Drei Bewohner*innen kamen damals ums Leben. Aus ganz Deutschland schrieben Menschen an die Familien der Opfer – doch diese Worte der Solidarität, die den Hinterbliebenen hätten Kraft geben können, kamen nie an! Die Stadt Mölln hatte sie den Angehörigen nicht weitergeleitet. Erst 2019, fast 30 Jahre nach dem Anschlag, tauchten diese „Möllner Briefe“ wieder auf. Wie auch in anderen Momenten ließ die Stadt die Überlebenden der Möllner Brandanschläge ein weiteres Mal im Stich. Der Film „Die Möllner Briefe“ bringt diesen Skandal auf Initiative İbrahim Arslans, Überlebender des Anschlags, auf die Leinwand. Während einer Vorführung im September im Zeise Kino warf der Zeise-Geschäftsführer İbrahim Arslan bei der Eröffnung Rassismus aufgrund seines T-Shirts vor, das Arslan aus Solidarität mit dem unterdrückten palästinensischen Volk trug. Er forderte ihn auf offener Bühne dazu auf, sein T-Shirt auszuziehen, Joram Bejarano, Sohn der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano, meldete sich daraufhin zu Wort und solidarisierte sich mit İbrahim Arslan. Wir kritisieren diesen Angriff gegen unseren langjährigen Freund und Verbündeten. Zur Unterstreichung unserer Solidarität laden wir euch alle ins 3001 Kino ein, um gemeinsam den Film zu schauen und sowohl den Film als auch den Vorfall gemeinsam mit İbrahim Arslan und Joram Bejarano zu diskutieren.
Filmvorführung mit anschließender Diskussion mit İbrahim Arslan und Joram Bejarano 📆 am Dienstag, den 16.12. ⏰Einlass 18:30 Uhr, Beginn 19 Uhr 📍3001 Kino, Schanzenstraße 75, 20357 Hamburg