Schlagwort: Rassismus

  • Wandzeitung in Gedenken an Prayong Rungjang

    Am 30.09. haben wir in Gedenken an den Mord an Prayong Rungjang auf St. Pauli Wandzeitungen aufgehängt und einen Gedenkort geschaffen. Wir erinnern und kämpfen! Mehr Infos zu rassistischen Morden und Angriffen in Hamburg findet ihr in unserem Instagram Story-Highlight „Wir gedenken!“

  • Gutscheintausch gegen die Bezahlkarte

    Solidarischer Gutscheintausch beim OAT

    Seit Februar 2024 bekommen Geflüchtete ihre Leistungen nicht mehr auf Ihr Konto oder bar ausgezahlt. Stattdessen erhalten sie die sogenannte „Socialcard“. In der Realität bedeutet dies für Betroffene, dass es nicht mehr möglich ist, Überweisungen oder Onlinebestellungen zu tätigen. Auch kann man nur maximal 50€ monatlich abheben, sodass zB Secondhand einzukaufen ebenfalls erschwert wird. Jährlich werden knapp 100 Milliarden an Steuern von Hochverdienenden hinterzogen. Würde es dem deutschen Staat tatsächlich darum gehen für eine gerecht Verteilung zu sorgen, könnte er dagegen vorgehen. Stattdessen wird mit der Einführung der „Socialcard“ klar, dass es dem Staat nur um rassistische Symbolpolitik geht, um uns als lohnabhängige zu spalten!

    Wir wollen gegen die entmündigende und rassistische Politik in der BRD vorgehen. Daher bieten wir ab dem 03.10.2024 beim OAT Plenum die Möglichkeit an, die Iniatiave ‚Nein zur Bezahlkarte‘ praktisch zu unterstützen. Mit zwei einfachen Schritten könnt auch ihr euch mit Betroffenen solidarisieren:

    1.) Kommt zum Plenum und gebt den verantwortlichen Genossinnen Bargeld in Höhe ab 50 €. Nennt dann eure Gutscheinwünsche zB Aldi, DM,… Dies wird notiert.

    Das Geld wird dann von den Genossinnen bei der externen Aktion gegen Gutscheine getauscht.

    2.) Holt eure Gutscheine beim nächsten Kneipenabend oder OAT Plenum ab. Mit diesen einfachen Schritten unterstützt Ihr die Betroffenen von rassistischer Politik!

  • Gedenkort für Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân

    Am 22.08.2024 haben wir in Hamburg-Billwerder einen Gedenkort für Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân geschaffen, um den beiden Ermordeten zu gedenken.

    HINWEIS: Wie hier auf den Fotos sichtbar wurde ein Teil der (ehemaligen) Halskestraße, wo der Anschlag passierte, nun offiziell in Châu-und-Lân-Straße umbenannt. Dies war nicht die Idee der Stadt Hamburg, sondern eine Forderung der Überlebenden und der „Initiative für ein Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân“, welche die Umbenennung seit 10 Jahren fordern. In dem Text, welchen wir am Todestag veröffentlichten, stand, diese Umbenennung sei nicht erfolgt. Das war ein Fehler. Er entsprach dem aktuellen Stand unserer Recherche als der Text geschrieben wurde und wurde nicht nochmal überprüft.

    Nun haben wir noch einmal recherchiert und möchten den tatsächlichen Verlauf teilen: Seit 2014 fordern Angehörige und Unterstützer:innen die Umbenennung der Straße, 2022 versprach der Bezirk Hamburg-Mitte dem nachzugehen, im Februar 2024 erfolgte der Senatsbeschluss für die offizielle Umbenennung und, erst kürzlich, im Mai 2024 wurden dann die neuen Schilder aufgehängt. Wir begrüßen, dass den Forderungen der Angehörigen und Unterstützer:innen doch nachgegangen wurde. Dennoch führen uns auch diese kleinen Erfolgsmomente immer wieder vor Augen, wie schwer es den Angehörigen und Überlebenden von rassistischer Gewalt in diesem System gemacht wird, sich Gehör zu verschaffen und zumindest ein Mindestmaß an Anerkennung zu erkämpfen.

    Mehr Infos zur rassistischen Morden und Angriffen in Hamburg findet ihr in unserem Instagram Story-Higlight „Wir gedenken“

  • Demonstration gegen die Bezahlkarte

    Demonstration gegen die Bezahlkarte

    Heute waren wir mit ca. 300 Menschen in Harburg auf der Straße um gegen die rassistische Bezahlkarte zu demonstrieren. Lautstark lief die Demo vom Seeveplatz zur lokalen Erstaufnahme. Zwischendurch gab es bestärkende Redebeiträge, die auch die Passant:innen abholen und aufklären konnten.

    Der Tenor der Demonstrant:innen war deutlich: Gegen die Bezahlkarte in Hamburg und überall! Gegen die rassistische Politik von SPD und Grüne! Alle zusammen gegen rassistische Spaltung! Hier wollen wir noch den Redebeitrag der Waterkant Antifa und des Offenen Antifa Treffen Hamburg mit euch teilen: Stell dir vor, du bist ein erwachsener Mensch in Deutschland, kannst aber nicht frei über das dir zustehende Geld verfügen. Kaum Bargeld abheben und nichts überweisen. Nicht auf dem Flohmarkt einkaufen gehen und nicht im kleinen Restaurant an der Ecke essen. Genau das ist seit Februar die Situation von asylsuchenden Menschen in Hamburg. Denn die Hamburger Regierung – nicht etwa die AfD – sondern SPD und Grüne haben sich entschieden, als erstes Bundesland die Bezahlkarte für Geflüchtete einzuführen. Unter dem Titel „Social Card“ soll hier aus antisozialen Überlegungen Normalität werden. Sie entmündigt, kontrolliert und schränkt ein. Wozu? Angeblich würden Asylsuchende Geld über das sie frei verfügen können, größtenteils in ihr Herkunftsländer schicken. Es gibt keine Studien, die diese Behauptung belegen. Es ist auch sehr unwahrscheinlich, so wenig Geld wie ein Asylsuchender in Deutschland zu Verfügung hat. Und selbst wenn, wo ist der Schaden? Wirtschaftlich wäre es kaum wahrnehmbar, ganz im Gegensatz zu den jährlich ca. 100 Milliarden, die der Staat durch Steuerhinterziehung verliert. Nicht durch Asylsuchende, nicht durch Bürgergeldempfänger:innen, sondern durch unsere Millionär:innen und Milliardär:innen. Etwa 10% der Menschen, die in Deutschland als reich gelten, wohnt in Hamburg. Könnte man ja mal angehen…? Nein! Nach unten treten ist einfacher.

    Was für ein kaltes Land, das Schnappatmung bekommt bei dem Gedanken, Menschen könnten versuchen, ihren Familien zu helfe! Nach unten treten ist nicht nur einfacher, es lenkt auch von den eigentlichen Problemen in diesem Land ab. Wir die Bezahlkarte dafür sorgen, dass es mehr Kitaplätze gibt? Wird sie dafür sorgen, dass die Lebensmittelpreise sinken? Wird sie bezahlbaren Wohnraum schaffen? Nein. Aber jemand anderes hat es noch schlechter als ich, also ist das vielleicht nicht so wichtig. Alles was die Bezahlkarte erreicht hat, ist dem Staat mehr Möglichkeiten zur Kontrolle und Einschränkung zu geben. Heute trifft es nur Asylsuchende, aber Politiker:innen fordern bereits, diese Einschränkungen und Kontrolle in Zukunft auch auf Bürgergeldempfänger:innen auszudehnen. Das ist ein weiterer Angriff auf alle, denen zuerst der einfache Zugang zu Arbeit und dann zu lebensnotwendigen Einkäufen erschwert wird, da der rechte Kulturkampf sie als faule „Verweigerer“ und „Schmarotzer“ brandmarkt. Das der Senat nun die Bezahlkarte einführt um dies herbeifantasierte Ausnutzung zu unterbinden, unterstützt den Kulturkampf der Rechten und bestätigt ihr Feindbild als real. Grüne und SPD in Hamburg, sie machen sich erneut zum Steigbügelhalter der Rechten. Die bürgerlichen Parteien, unter ihnen prominent Grüne und SPD, inszenierten sich vor wenigen Monaten noch als Verteidiger:innen der Demokratie und Menschlichkeit, als Brandmauer gegen die AfD. Gleichzeitig setzen sich bereits jetzt Politik um, die 1:1 von der AfD stammen könnte. Antirassistische wollen sie sein und progressiv, als ob! Neben der neueingeführten Bezahlkarte wird weiterhin vermehrt abgeschoben und das recht auf Asyl durch die GEAS-Reform faktisch abgeschafft. Dieser Rechtsruck der bürgerlichen Parteien ist die Grundlage für den Erfolg der AfD. Als Antifaschist:innen dürfen wir nicht nur dort präsent sein, wo Nazis Abschiebefantasien planen. Gerade müssen wir auch dort protestieren, wo die vermeintlich Liberalen diesen Fantasien den rechtlichen Grundstein legen und rechte Lügen gesellschaftsfähig machen.

  • Das Ergebnis jahrelanger Hetze gegen Asylsuchende.

    In Hamburg gegen die rassistische Bezahlkarte auf die Straße! Samstag, 10. August 15:00 Uhr Seevepkatz, Harburg @neinzurbezahlkartehamburg

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  • Gedenkorte für Mehmet Kaymaci und Nuran Y.

    In den letzten Wochen haben wir in Hamburg Gedenkorte für Mehmet Kaymaci und Nuran Y. geschaffen. Mehr Infos zu rassistischen Morden und Angriffen in Hamburg findet ihr in unserem Instagram Story-Highlight „Wir gedenken“

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  • Demo gegen die rassistische Bezahlkarte.

    In Hamburg gegen die rassistische Bezahlkarte auf die Straße! Samstag, 10. August 15:00 Uhr Seevepkatz, Harburg

  • Rassistischer Mordversuch an Nuran Y.

    Wir erinnern an den rassistischen Mordverauch an Nuran Y. am 24.07.1982 in Hamburg.

  • Mord an Mehmet Kaymaci

    Wir erinnern an den Mord an Mehmet Kaymaci, der am 24.07.1985 aus rassistischen Motiven in Hamburg ermordet wurde.

  • Mord an Tevfik Gürel

    Wir erinnern an den Mord an Tevfik Gürel, der am 21.06.1982 aus rassistischen Motiven in Hamburg ermordet wurde.