Als Reaktion auf die rechten Mobilisierungen gegen CSD’s in der gesamten BRD, waren auch wir in den letzten Wochen unterwegs um uns an die Seite queerer Personen im Kampf um Selbstbestimmung und Sichtbarkeit zu stellen. Als Antifaschist:innen ist es unsere Aufgabe, linke und progressive Bewegungen und Betroffene von faschistischer Gewalt zu schützen.
In Winsen (Luhe) und Wismar riefen Faschist:innen zu Demos gegen den jeweiligen CSD auf. Mit dem erklärten Ziel uns den Rechten in den Weg zu stellen, sind wir an beiden Wochenenden aus Hamburg angereist.
Knapp 200 Hamburger:innen folgten dem Aufruf am 08.09.2024 nach Winsen zu fahren und wurden freudig von Genoss:innen vor Ort empfangen. Die etwa 30 mobilisierten Faschos versteckten sich dagegen auf der anderen Bahnhofsseite. Geschützt von den Cops konnten sie zwar ihre Route laufen und ihre queerfeindliche Propaganda verbreiten, jedoch außer Hör- und Sichtweite des CSD. Dabei kam es zu „White Power“ Gesten und Sprüchen wie „Ganz Deutschland hasst den CSD“. Das alle Versuche der Rechten, das Fest im Anschluss an die CSD-Demo zu stören im Keim erstickt wurden, ist der breiten antifaschistischen Mobilisierung und dem solidarischen Auftreten der Demo zu verdanken. Gemeinsam konnten alle Teilnehmenden klarmachen, dass faschistische Parolen in Winsen nichts verloren haben!
Am darauf folgenden Wochenende reisten wir gemeinsam mit ca. 50 Antifaschist:innen nach Wismar an. Ein Blick auf das Vorgehen der Polizei vor Ort hat deutlich gezeigt, wie wichtig antifaschistischer Selbstschutz ist. Statt den Auftaktort des CSD im Zentrum der Stadt abzusichern, versuchten die Einsatzkräfte mit aller Kraft und Gewalt die unangemeldete Versammlung der Nazis in der Nähe des Bahnhofs zu gewährleisten und die Anreise von Rechten zu ermöglichen. Trotzdem gelang es uns noch vor Beginn des CSD mit Antifas aus weiteren Nord- und Ostdeutschen Städten, eine Anreise von ca. 20 Faschist:innen über eine Stunde am Bahngleis zu blockieren. Ca. 200 Faschist:innen versammelten sich nach Beginn des CSD am Bahnhofsvorplatz, konnten jedoch nur in kleinen Gruppen den Ort in Richtung Zentrum verlassen.
Trotz des unermüdlichen Willens der Polizei die rechte Versammlung gewähren zu lassen, gelangen den Faschist:innen keine großen Sprünge. Das direkte Angriffe auf die queere Demo verhindert werden konnten, ist, wie auch schon in Winsen, auf die breite antifaschistische Mobilisierung zurückzuführen. Auch in Zukunft werden wir gegen Faschist:innen mobil machen, wenn diese gegen queere Selbstbestimmung hetzen und versuchen, ihre menschenfeindliche Propaganda auf die Straße zu tragen. Neben dem Schutz der eigenen Veranstaltungen muss auch das aktive Zurückdrängen und Verhindern von Nazi-Demos das Ziel antifaschistischer Intervention sein. Alle zusammen gegen den Faschismus! Alerta Antifascista!




