Gedenkkundgebung

Zum 25. Jahrestag des Mordes an Süleyman Taşköprü.

30.06. / 17 Uhr / Rathausstraße, ecke Große Johannisstraße

Jahre Lang konnte der NSU ungestört mordend durchs Land ziehen. Neun Menschen wurden aus rassistische Motiven ermordet. Unterstützt durch ein bundesweites Netzwerk aus Neonazis, Verfassungsschutz und Polizei. Eines der Opfer war Süleyman Taşköprü. Er wurde am 27. Juni 2001 vom Nationalsozialistischen Untergrund in Hamburg Altona mit drei Schüssen getötet. Auch 25 Jahre nach dem Mord gibt es für die Familie von Süleyman Taşköprü keine Klarheit: fehlende Strafverfolgung, Verdächtigungen, die bis in den engsten Familienkreis reichten und Akten, die bis heute noch unter strengster Geheimhaltung stehen.

Bei der Kundgebung am 30. Juni sollen die Ermittlungsakten zum NSU an die Hamburger Bürgerschaft übergeben werden. Die Familie von Süleyman fordert nach wie vor Aufklärung, diese Forderung wollen wir unterstützen. Gleichzeitig wissen wir aus unser antifaschistischen Praxis, das wir zur Bekämpfung von Faschismus nicht auf diesen Staat vertrauen dürfen. Um rechter Gewalt entschlossen entgegentreten zu können müssen wir uns selbst organisieren!