
Als Feminist:innen und Antifaschist:innen haben wir uns diesen Sommer als OFT und OAT zusammengeschlossen um die im letzten Jahr aufgekommene rechte Straßenpräsenz bei den diesjährigen CSDs zurück zu drängen.
2024 entstand eine besorgniserregende Dynamik. Junge Rechte hetzten und demonstrierten bundesweit gegen die CSDs. Daher war unser gemeinsames Ziel für 2025, einerseits regional zum Schutz von CSDs vor rechten Angriffen beizutragen und andererseits durch diesen antifaschistischen (Selbst-)Schutz erfolgreiche rechte Straßenpräsenz zu verhindern. Anlässlich dessen sind wir gemeinsam aus Hamburg in verschiedene Städte aus dem norddeutschen Raum angereist, in denen rechte Präsenz bei den CSDs vor Ort zu befürchten war.
In Schwerin ist es dieses Jahr, im Gegensatz zum vorherigen, den Faschist:innen nicht gelungen Gegenprotest zum CSD zu organisieren. Nach organisatorischen Problemen und der Ankündigung von linker Präsenz tauchten sie nur vereinzelt auf und stellten keine Gefahr für den CSD dar. In Winsen trauten sich 2025 keine Rechten auf die Straße. Selbst die 20 Faschos, die sich letztes Jahr zeigten, blieben diesmal zu Hause. Für den CSD in Neumünster hatte „die Heimat“ (ehemals NPD) zu einer Demonstration in der Innenstadt aufgerufen. Es gelang den 30 Mobilisierten aber dank antifaschistischem Protest nicht an den CSD heran zu kommen, geschweige denn ihre eigenen Inhalte zu verbreiten. In Grevesmühlen sind rund 300 Rechte dem Aufruf von Sven Krüger (bekannter Neonazi), gegen den ersten CSD in der Stadt auf die Straße zu gehen, gefolgt. Im selben Raum trat die organisierte Rechte im letzten Jahr noch deutlich jünger und diffuser auf.
Bei dem diesjährigen Gegenprotest fiel die Teilnehmerzahl jedoch nicht höher als im vorherigen Jahr aus. Durch linke Straßen Präsenz und gemeinsame Anreisen aus vielen Städten gelang es ihnen auch hier nicht ansatzweise den CSD zu stören. Insgesamt konnte diesen Sommer eine starke rechte Straßenpräsenz und Versuche die stattfindenden CSDs zu stören verhindert werden. Zwar ist es den Rechten auch dieses Jahr wieder gelungen in einigen Städten, wie beispielsweise Magdeburg, Bautzen und Grevesmühlen gegen den CSD mobil zu machen. Trotz alledem werden wir auch weiterhin gegen Faschist:innen auf die Straße gehen wenn diese gegen queere Selbstbestimmung hetzen und versuchen ihre menschenfeindliche Propaganda auf die Straße zu tragen.
Als Antifaschist:innen und Feminist:innen: Zusammen gegen den Faschismus! Für die Selbstbestimmung aller!





