
Wehrpflicht, Aufrüstungswahn, Stationierung von US-Mittelstreckenraketen – die herrschende Politik droht, Deutschland zum Schlachtfeld zu machen. Um ihren Kriegskurs durchzusetzen, gehen die Chefs und ihre Regierungen zum Großangriff auf die Errungenschaften der Arbeiter:innenbewegung über. Der Acht-Stunden-Tag soll abgeschafft werden, 13 Stunden stehen in Aussicht. Die wenigsten von uns können auf einen Renteneintritt mit 68 Jahren hoffen. Die Arbeitslosigkeit steigt auf ein Rekordhoch und tausende Kolleg:innen müssen um ihre Arbeitsplätze bangen.
Jede/r fünfte Rentner:in lebt in Armut, jede/r fünfte junge Erwachsene ist von Armut bedroht. Seit Jahren wird uns erzählt, es sei kein Geld da für Beschäftigte in Krankenhäusern, Kitas, Bildung, Frauenhäuser und die Rente. Gleichzeitig werden nun hunderte Milliarden in die Taschen der Rüstungskonzerne gesteckt und der Sparkurs verschärft.
„Deutschland soll militärische Führungsmacht Europas werden“ (Klingbeil, SPD), davon versprechen sich die Bosse eine Rettung ihrer Profite. Für uns – die Arbeiter:innenklasse – heißt das Verarmung und Kriegsgefahr. Es führt kein Weg daran vorbei, uns gemeinsam zu organisieren und für unsere Interessen zu kämpfen. In der Arbeiter:innenklasse liegt die Kraft, den Krieg zu verhindern und eine Zukunft zu erkämpfen, die von uns und nicht ihren Profiten bestimmt wird.
Der 1. Mai, geboren im Kampf für den Acht-Stunden-Tag, ist und bleibt ein Kampftag der Arbeiter:innen. Und unser Kampf ist nötig. Es ist der Frieden in Gefahr und mit ihm grundlegende Errungenschaften der Arbeiter:innenbewegung. Deshalb: Heraus zum 1. Mai! Wir Arbeiter:innen brauchen den Frieden. Der Frieden braucht den Klassenkampf!