Demonstration gegen den Norddeutschen Heimatabend

Am 23.11. waren wir mit 1.500 Menschen auf der Straße um eine deutliches Zeichen gegen den sogenannten „Norddeutschen Heimatabend“ der Hamburger Burschenschaft Germania zu setzen.

Unsere Demonstration startete mit einem kämpferischen Aufruf von Genoss:innen des Offenen Antifa Treffen Hamburg (OAT) und einer historischen Einordnung von burschenschaftlichen Aktivitäten in Hamburg vom Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR) am Arrivatipark auf St. Pauli. Für alle Antifas in Hamburg war die Parole für den Abend klar: Rechten Eliten keine Plattform bieten! – Norddeutschland bleibt Antifa!

Der „Norddeutsche Heimatabend“ dient der Vernetzung und Stärkung der rechten Bewegung nach innen, sticht jedoch besonders hervor, da sie sich nicht wie sonst in burschenschaftlicher Manier in ihren Häusern verschanzen, sondern geeint den öffentlichen Raum beanspruchen. Von Aktiven und Alten Herren über rechte Intellektuelle bis hin zu Mitgliedern der Jungen Nationalisten und Identitären Bewegung: Beim „Norddeutschen Heimatabend“ sollten sie alle zusammenkommen. Um dem entschlossen Paroli zu bieten, setzte sich der Demozug lautstark in Richtung Reeperbahn in Bewegung. Parolen wie „Rassistisch, sexistisch, ekelhaft – Das ist die Deutsche Burschenschaft!“ und „Siamo tutti antifascisti!“ schallten über den ganzen Kiez. Schon in in den Tagen vor der Demo hatten, auf unseren Aufruf hin, eine vielzahl an Gastronomiebertrieben auf dem Kiez Plakate mit der Aufschrift „Kein Bier für Nazis – Gegen den Norddeutschen Heimatabend der Burschenschaft Germania“ an ihren Türen aufgehängt und so ein deutliches Zeichen aus der Nachbarschaft gesetzt. Auch viele Passant:innen zeigten sich, angesprochen durch Handflyer und Aufrufe über den Lautsprecherwagen, solidarisch und schlossen sich kurzerhand der Demonstration an. Weitere Redebeiträge von der Antifa Hohe Luft, dem Frauenkampfbündnis, der Waterkant Antifa und Zora verdeutlichten während der Demo und auf der Abschlusskundgebung am Park Fiction unser gemeinsames Anliegen: Den Rechten keine Plattform, nicht auf unserem Kiez und auch sonst nirgends!

Beendet wurde die Demonstration mit einem Aufruf zum antifaschistischen Cornern auf dem Kiez, um deutlich zu machen, dass es an uns allen liegt, unseren Forderungen praktisch ausdruck zu verleihen. Wir verstehen die hinter uns liegende Demonstration als einen wichtigen Teil antifaschistischer Praxis um den Spielraum rechter Strukturen in Hamburg konkret einzuschränken. Lasst uns daran anknüpfen! Während der vor uns liegenden Wahlkampfphase, bei rechten Großmobilisierungen bundesweit und auch nächstes Jahr am Norddeutschen Heimatabend wenn es wieder heißt: Rechten Eliten keine Plattform bieten!