87 Jahre Reichspogromnacht

87 Jahre Reichspogromnacht – Ihrer gedenken heißt: Faschismus zu bekämpfen

In der Reichspogromnacht, die Nacht zwischen dem 09. und 10. Novemeber, stürmten in ganz Deutschland die Nazis in organisierter Weise und auf Anweisung des Regimes jüdische Geschäfte, und Wohnungen, brannten Synagogen nieder, schändeten Betsäle und verwüsteten Wohnungen und Friedhöfe. Jüdinnen und Juden wurden misshandelt, gedemütigt, zu zehntausenden angegriffen und zu hunderten ermordet. Unmittelbar danach wurden 30.000 Juden in Deutschland verhaftet und in Konzentrationslagern interniert. Zehn Monate später begann Deutschland den Zweiten Weltkrieg. Sechzig Millionen Menschen, darunter sechs Millionen Jüdinnen und Juden im Holocaust, verloren in dieser Zeit ihr Leben. Wir haben diesem Tag, dem Gedenken und Innehalten gewidmet, indem wir erst bei einer Mahnwache auf dem Joseph-Carlebach-Platz waren, auf dem vor den Novemberprogromen die Bornplatzsynagoge stand. Anschließend machten wir einen Gedenkspaziergang durch das Hamburger Grindelviertel, bei dem wir die Stolpersteine putzten und uns mit den unterschiedlichen Lebensgeschichten der Jüdinnen und Juden auseinandersetzten. In Zeiten von Rechtsruck und Aufrüstung müssen wir uns mit der Geschichte beschäftigen, um aus ihr zu lernen.

Für uns als Antifaschist:innen ist es wichtig sich die Geschichte des deutschen Faschismus immer wieder bewusst zu machen. In unserem Gedenken zum 9. November erinnern wir uns daran, welches Ausmaß Faschismus annimmt und warum wir dagegen kämpfen müssen. Denn Erinnern heißt Kämpfen