Am 21.2.2026 waren wir gemeinsam mit 800 Antifaschist:innen auf der Straße um Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Paun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov und, dem am 10.01.2026 an den gesundheitlichen Spätfolgen des Attentats verstorbenen, İbrahim Akkuş, zu gedenken.
Von Trauer – zu Wut – zu Widerstand!
Trauer – um die zehn Menschen, die von einem Faschisten in Hanau ermordet wurden. Sie alle hinterlassen Familien und Freunde, die weiter für Aufklärung, Gerechtigkeit und gegen das Vergessen kämpfen.
Wut – auf das Deutschland der Einzelfälle. Rassismus und rassistische Morde haben System. Polizei und Justiz haben dabei viel zu oft ihre Finger selbst mit im Spiel oder geben sich im Nachhinein größte Mühe, rechte Motive zu verschleiern.
Den Widerstand dagegen müssen wir selbst organisieren – Antifaschist:innen Hand in Hand mit von Rassismus betroffenen Menschen und mit einer Perspektive für eine Gesellschaft, in der wir alle frei von Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung leben können.
Auf der Demonstration wurde klar, dass erinnern für uns kämpfen bedeutet. Lautstark wurden Parolen wie „Hanau war kein Einzelfall – Widerstand überall!“ oder „No justice, no peace!“ gerufen. Auch 6 Jahre nach dem rassistischen Mord Anschlag in Hanau nennen wir zehn Namen – und meinen damit alle Opfer rechter und rassistischer Gewalt. Ihre Namen sind eine Anklage. Sie fordern uns heraus, den rassistischen Normalzustand zu benennen und zu bekämpfen – im Alltag, in Behörden, in Politik, in Medien und in den Sicherheitsapperaten.
Deshalb werden wir auch in Zukunft weiter auf die Straße gehen. Gegen den rassistischen Normalzustand und gegen dieses System, dass Morde wie in Hanau erst möglich gemacht hat.









