Antifaschistischen Selbstschutz aufbauen – Solidarität nach Stuttgart!

In den letzten Monaten ist es vermehrt zu faschistischen Übergriffen auf Antifaschist:innen und Linke gekommen.

Anfang März wurden in Bargteheide Jugendliche mit Messer und Schusswaffe bedroht und geschlagen. Ende März wurden in Berlin Jugendliche mit einer Machete angegriffen und verletzt. Am 17. April wurde ein Erfurter Jugendlicher mit einem Schlagring angegriffen. In Waiblingen wurde am 1.Mai ein Jugendlicher abseits der DGB Demonstration von einem Rechten zu Boden geworfen und geschlagen.

Ende April hat diese Entwicklung in Stuttgart ihren traurigen Höhepunkt gefunden. Dort verübten zwei Neonazis einen feigen Messerangriff auf einen Antifaschisten, dieser überlebte den Angriff dank einer Not-OP schwer verletzt. Erst vor einigen Tagen, fast einen Monat später, wurde die politische Dimension des Angriff öffentlich bekannt.

Diese Angriffe, meist von Jugendlichen verübt, sind Ausdruck einer neuen Generation militanter Faschisten, die sich durch den Rechtsruck der letzten Jahre ermutigt fühlen. Insbesondere die Messerangriffe stellen eine neue Stufe der Gewalt da. Dieser Entwicklung müssen wir als antifaschistische Bewegung entschlossen entgegentreten, dabei können wir uns nicht auf Staat und Polizei, sondern nur auf unsere eigene Stärke verlassen. Deswegen gilt es sich zu organisieren und den antifaschistischen Selbstschutz aufzubauen, die anstehenden CSDs sind dafür eine gute Gelegenheit.

Wir solidarisieren uns mit allen Opfern faschistischer Gewalt und wünschen eine schnelle Genesung.